Spezial-Workshop für Improspielende mit Vorerfahrung

Why should we care?
Beziehungen im Improtheater

Warum berühren uns manche Improszenen – und andere bleiben trotz guter Ideen bedeutungslos? In diesem 11-wöchigen Kurs trainieren wir, wie aus glaubwürdigen Beziehungen fesselnde Szenen entstehen.

Der Fokus liegt nicht darauf, möglichst schnell Handlung zu erfinden. Wir nehmen die Beziehung der Figuren ernst: Was wollen sie voneinander? Was steht zwischen ihnen? Was verändert sich, wenn Status, Nähe, Abhängigkeit, Liebe, Rivalität oder Verantwortung ins Spiel kommen?

Zeitraum03.09.–10.12.2026
Umfang11 Termine à 2,5 Stunden
ZeitDonnerstags, 19:00–21:30 Uhr
OrtRechenzentrum Potsdam, Bewegungsraum
Zwei Improspielende auf einer Bühne: Eine Spielerin lächelt, ein Spieler reagiert ihr aufmerksam zugewandt – Beispiel für Beziehung, Status und emotionale Dynamik im Improtheater.
Im Mittelpunkt steht die menschliche Dynamik: Beziehung, Status, Emotion und echtes Interesse am Gegenüber. Foto: Thomas Spikermann

Der Kern des Workshops

Improtheater wird dann spannend, wenn das Publikum versteht, warum eine Begegnung wichtig ist. Eine starke Beziehung gibt jeder Szene Richtung: Sie macht Konflikte plausibel, Entscheidungen nachvollziehbar und Veränderungen emotional relevant.

Woran wir arbeiten

  • klare Szenenanfänge: Wer steht in welcher Beziehung zu wem?
  • Statusdynamiken: Macht, Nähe, Abhängigkeit, Schutz und Verletzlichkeit
  • emotionale Eskalation: Gefühle nicht nur behaupten, sondern entwickeln
  • echtes Interesse am Gegenüber: Angebote wahrnehmen, vertiefen und beantworten
  • Beziehungsformen: Freundschaft, Liebe, Rivalität, Familie, Gruppe, Konflikt
  • genretypische Beziehungen: etwa Horror, Melodram oder romantische Komödie

Was sich dadurch verändert

Statt Geschichten von außen zu konstruieren, lassen wir Handlung aus Beziehung entstehen. Eine Figur muss dann nicht „lustig sein“ oder sofort eine Idee liefern. Sie braucht eine Haltung zum Gegenüber. Daraus entstehen Spannung, Spielimpulse und oft auch Komik.

Der Workshop verbindet handwerkliches Szenentraining mit Spielspaß: Warm-ups, gezielte Übungen, Szenenarbeit, Games und gemeinsames Ausprobieren.

Das lernst du konkret

Der Kurs richtet sich an Spielende, die ihre Szenen emotional klarer, tiefer und publikumsrelevanter machen möchten.

1

Beziehungen schnell etablieren

Du trainierst, schon am Anfang einer Szene klarzumachen, wer die Figuren füreinander sind und warum die Begegnung zählt.

2

Status lesbar machen

Du erforschst, wie Statuswechsel, Machtgefälle und Abhängigkeiten Szenen sofort mit Spannung versorgen.

3

Emotionen entwickeln

Du spielst Gefühle nicht als Behauptung, sondern als Veränderung: Was löst das Gegenüber aus? Was kippt? Was bleibt unausgesprochen?

4

Szenen aus Interesse spielen

Du übst, Angebote deiner Partner*innen wahrzunehmen, ernst zu nehmen und so weiterzuführen, dass beide gut aussehen.

5

Genre-Beziehungen nutzen

Du untersuchst, warum Beziehungen in Horror, Melodram oder RomCom anders funktionieren – und wie du diese Muster spielbar machst.

6

Räume und Gegenstände einbeziehen

Du erforschst, wie Figuren nicht nur zu Menschen, sondern auch zu Orten, Erinnerungen und Objekten Beziehungen haben.

Für wen ist der Kurs?

Für Improspielende mit etwas Vorerfahrung, die nicht nur „mehr Ideen“ haben wollen, sondern klarere Beziehungen, stärkere Szenenanfänge und emotional nachvollziehbare Entwicklungen suchen.

Du bist richtig, wenn du …

  • bereits Impro gespielt hast und deine Szenen vertiefen möchtest,
  • häufig merkst, dass gute Ideen allein keine starke Szene tragen,
  • lernen willst, wie Nähe, Distanz, Status und Konflikt spielbar werden,
  • Lust auf verbindliches Training über mehrere Wochen hast,
  • am Ende Arbeitsweisen und Szenen in einer gemeinsamen Show zeigen möchtest.

So ist ein Abend aufgebaut

Jeder Termin folgt einer klaren Struktur, damit wir schnell ins Spielen kommen und trotzdem gezielt an einem Thema arbeiten.

Kursstruktur

  • Warm-up: körperlich, spielerisch und aufmerksamkeitsfördernd
  • Arbeit am Thema: Beziehung, Status, Emotion, Genre oder Raum
  • Szenen und Games: Anwendung im Spiel, Feedback und Varianten
  • Abschluss: gemeinsame Show für Familie und Freund*innen

Termine, Ort und Preise

11 Termine, jeweils donnerstags von 19:00 bis 21:30 Uhr. Der Workshop findet im Rechenzentrum Potsdam, Dortustraße 46, 14467 Potsdam, statt.

03.09.Start
10.09.Termin 2
17.09.Termin 3
01.10.Termin 4
08.10.Termin 5
15.10.Termin 6
05.11.Termin 7
12.11.Termin 8
26.11.Termin 9
03.12.Termin 10
10.12.Abschluss
180 €ermäßigt
210 €Normalpreis
260 €Soli-Preis

Nach der Anmeldung über YesTicket erhältst du eine Mail mit Kontodaten für die Überweisung. Circa eine Woche vor Kursbeginn folgt eine Willkommensmail mit allen organisatorischen Informationen.

Häufige Fragen

Brauche ich Impro-Erfahrung?

Ja, etwas Vorerfahrung ist sinnvoll. Der Kurs ist kein absoluter Einstiegskurs, sondern ein Spezial-Workshop für Spielende, die bereits erste Impro-Grundlagen kennen und ihre Szenen vertiefen möchten.

Geht es eher um Technik oder um Spielspaß?

Um beides. Wir arbeiten handwerklich an Beziehungen, Status, Emotion und Szenenanfängen – aber immer praktisch, körperlich und spielerisch.

Muss ich bei der Abschlussshow mitmachen?

Die gemeinsame Show ist als Abschluss vorgesehen. Sie dient dazu, die Arbeitsweisen und Szenen sichtbar zu machen. Details klären wir im Kurs.

Was passiert nach der Anmeldung?

Nach deiner Anmeldung über YesTicket erhältst du weitere Informationen und kurz vor Beginn alle organisatorischen Hinweise.

Leitung

Stefan spielt seit 2013 im Ensemble des Improtheater Potsdam und gibt seit über 10 Jahren Improworkshops. In diesem Kurs verbindet er klares Szenenhandwerk mit der Frage, warum Beziehungen auf der Bühne für Publikum und Spielende bedeutsam werden.

Veranstalter

Improtheater Potsdam
Geschichtenwerkstatt aus Potsdam

Kontakt: info@improtheater-potsdam.de

Wenn die Beziehung klar wird, entsteht die Szene fast von selbst.

In diesem Spezial-Workshop trainierst du, Figuren nicht nur nebeneinander auftreten zu lassen, sondern sie wirklich aufeinander zu beziehen: mit Interesse, Konflikt, Nähe, Status, Verletzlichkeit und Veränderung.